Was ist Content Marketing?

Kategorie: Marketing / Veröffentlichung: 02.07.2021 / Autor: Daniel Sacharov

Content Marketing ist ein Instrument des Marketings, die den potentiellen Kunden über das eigene Produkt oder über die eigene Dienstleistung informieren soll. Die Hauptdisziplin hierbei ist es, diese Informationen in einem geschaffenen, spannenden Vorwand zu erläutern, statt diese stumpf abzuarbeiten. Anders als bei der primitiven Art des Werbens, beispielsweise durch Banner mit klassischen Verkaufsfloskeln, ist hier das Ziel in der jeweiligen Zielgruppe mit Hilfe von Informationen ein Bedürfnis für die eigenen Angebote herzustellen, indem man den Mehrwert erläutert. Es wird hierbei in gewisser Weise auf das Unterbewusstsein des Menschen abgezielt, da die meisten Menschen eine Abneigung gegenüber dem klassischen Verkaufen besitzen. Ein einfaches Beispiel für ineffizientes Marketing wäre zum Beispiel die Kaltakquise durch unerwartete Anrufe bei potentiellen Kunden, da die meisten relativ schnell das Gespräch beenden.

Content Marketing ist hocheffizient und kostengünstig, jedoch bei professioneller Vorgehensweise aufwendig, weshalb es ratsam ist, diese Aufgabe an geschulte Mitarbeiter oder externe Agenturen auszulagern.

Wie bei allen Instrumenten des Marketings gilt es hier auch, einige Dinge zu beachten und zu verstehen, welche Tricks hierbei angewendet werden, um erfolgreich mit Content Marketing zu sein. Des Weiteren stellt sich auch die Frage, wie diese Informationen an die Zielgruppe herangetragen werden können. Genau das erfahren Sie in diesem Artikel.

Anhand einfacher und gut nachvollziehbarer Beispiele erhalten Sie auch einen Praxisbezug zum jeweiligen Aspekt. Nichtsdestotrotz erfordert das Content Marketing so gut wie alle Marketingformen Kreativität.

Beispiel für effektives Content Marketing

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen

2. Regeln für perfektes Content Marketing
2.1 Langweilen Sie nicht Ihre Zielgruppe
2.2 Erklären Sie den Mehrwert
2.3 Verkaufen Sie nicht
2.4 Bleiben Sie beim Thema

3. Kanäle
3.1 Eigene Website
3.2 Blogs
3.3 Social Media
3.4 Video–Plattformen

1. Grundlagen

Grundsätzlich gilt es wie bereits erwähnt den potentiellen Kunden zu informieren.
Man sollte grundsätzlich die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt beschreiben – was bieten Sie an, wofür ist es gut, was sind eventuelle Alleinstellungsmerkmale, die Ihre Leistung von der Konkurrenz abheben?

Wichtig hierbei ist es wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt, einen Vorwand zu schaffen, um diese Informationen an die Zielgruppe zu bringen – hierbei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die unter Umständen viel Kreativität erfordern.

Ziel hierbei ist es, die eigene Leistung im Kontext zu integrieren, ohne, dass es bei der Zielgruppe als offensichtlicher Verkaufsversuch erkennbar ist.

Klingt alles zunächst einmal sehr theoretisch und eventuell kompliziert, deshalb erklären wir es anhand zweier, einfacher Beispiele.

BEISPIEL 1: ONLINE–SHOP FÜR BARTPFLEGE–PRODUKTE
Sie erstellen einen Blog innerhalb des Shops, in dem Sie die Besucher über die verkauften Produkte informieren.
Sie bieten zwei Produktgruppen im Shop an, die beide ähnlich sind: Bartöl und Bartpomaden.
Nun erstellen Sie einen Artikel unter dem Vorwand, dem Nutzer den Unterschied zwischen diesen sehr verwandten Produkten zu erklären, um diesem beim Kauf zu helfen – für welche Barttypen ist das jeweilige Produkt geeignet, was sind die Vor- und Nachteile etc.
Innerhalb des Artikels platzieren Sie geeignete Produkte an der richtigen Stelle, beispielsweise ein Bartöl, nachdem Sie genau dieses Thema behandelt haben.
Hat der Nutzer sich nun genügend informiert und kommt zum Entschluss, dass für ihn ein Bartöl in Frage kommt, so wird er wahrscheinlich auf das platzierte Produkt klicken und dieses kaufen (natürlich wenn andere Aspekte, wie der Preis, passen).

Beispiel für effektives Content Marketing
Content-Marketing-Beispiel-2

BEISPIEL 2: PRODUZENT VON GEMÜSEMISCHUNGEN
Sie rufen eine Kochshow auf YouTube ins Leben, in der Sie wöchentlich neue Rezepte zeigen.
Sie bieten eine Gemüsemischung an, die neben Fleischstreifen die Hauptzutat einer sogenannten Fitness–Pfanne ist.
Nun behandeln Sie das Rezept für die Fitness–Pfanne unter dem Vorwand, dem Nutzer ein leckeres Rezept zu erklären.
Nachdem Sie das Gericht zubereitet haben, erwähnen Sie, dass das Rezept in wenigen Minuten mit Hilfe Ihrer Gemüsemischung zubereitet werden kann.

Sind die Grundlagen erklärt, so gilt es, einige Regeln zu beachten, damit Sie das Content Marketing effizient nutzen.

2.1 Langweilen Sie nicht Ihre Zielgruppe
Es bringt nichts, Content Marketing zu nutzen, aber keinerlei Kreativität ins Spiel zu bringen. Nicht alles muss extrem aufwendig gestaltet werden (siehe Beispiel 1), jedoch darf der Nutzer auch nicht gelangweilt werden – er muss entweder richtig und ausreichend informiert werden oder er muss unterhalten werden.

Negativbeispiel: Sie wollen in einem Blog–Artikel erläutern, dass Sie Spezialisten für den Tiefbau sind und erzählen darin, wie lange Sie schon am Markt sind und welche Kunden Sie bereits betreut haben – langweilig. Heben Sie sich diese Informationen für eine andere Stelle auf der Website auf. Starten Sie stattdessen eine Reihe von spannenden Projekten, von denen Sie Bilder veröffentlichen, sowie Interviews glücklicher Bauherren.

2.2 Erklären Sie den Mehrwert
Sie können Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auf das Detail genau erklären – ohne einen Mehrwert zu nennen ist es für die Zielgruppe immer noch uninteressant.

Negativbeispiel: Sie erzählen, dass Sie Gemüsemischungen anbieten und erklären lediglich, wie Sie diese herstellen. Erklären Sie hierbei aber unbedingt, dass dadurch beispielsweise eine erhebliche Zeitersparnis beim Kochen möglich ist.


2.3 Verkaufen Sie nicht
Wie bereits erwähnt gilt es, das Unterbewusstsein des Menschen zu erreichen. Versuchen Sie keine expliziten Verkaufsfloskeln zu benutzen.

Negativbeispiel: Sie führen einen Online–Shop für Elektroartikel und schreiben einen Blog–Artikel, in dem Sie Sätze wie „Jetzt kaufen und 20 % Rabatt erhalten“ nutzen. Lassen Sie lieber diese Floskeln sein und fügen Sie stattdessen einen Button ein mit dem Text „Unverbindlich beraten lassen“.


2.4 Bleiben Sie beim Thema
Versuchen Sie nicht vom Thema abzuschweifen, weil Sie gelernt haben, dass man Content Marketing nicht explizit verkaufen soll. Bleiben Sie trotzdem beim Thema mit Dienstleistungs- oder Produktkontext. 

Negativbeispiele: Sie erfinden eine biologisch abbaubare Einwegflasche und schreiben in einem Artikel Romane über die Umweltschädigung durch diverse Faktoren. Erklären Sie aber welche Umweltschäden durch Einwegflaschen verursacht werden, weil dies Kontext zu Ihrem Produkt bezieht.

3. Kanäle

Hat man nun das Content Marketing drauf, so fragt man sich natürlich, auf welchen Kanälen man überhaupt seine Inhalte veröffentlichen kann.

3.2 Eigene Website
Jedes Unternehmen sollte heutzutage eine Website besitzen. Errichten Sie einfach eine neue Rubrik im Menü, der Name ist völlig egal, seien Sie kreativ. Entweder einfach “Blog” oder eine spezifische Bezeichnung passend zu Ihrer Branche. Wichtig ist es jedoch, kontinuierlich Content zu liefern und die Lust nicht irgendwann zu verlieren.


3.2 Blogs

Ein Blog kann entweder auf der eigenen Website errichtet werden, Sie können sich jedoch auch auf anderen Websites beteiligen. Recherchieren Sie nach Netzwerken Ihrer Branche, nach bezahlten Platzierungen in Blogs Ihrer Kategorie oder mehr.


3.3 Social Media

Somit die stärkste Plattform bieten die sozialen Netzwerke. Extrem viele Nutzer, naher Kontakt zur potentiellen Zielgruppe und mehr – veröffentlichen Sie hier Ihre Beiträge und verlinken Sie unter Umständen Blog–Beiträge, um die Nutzer auf Ihre Website zu locken. Posten Sie Ihre Inhalte auf den sozialen Netzwerke, so gilt es zu versuchen, damit viral zu gehen. Bei  der Auswahl der sozialen Netzwerke sollte eine genaue Analyse erstellt werden, da es eine Vielzahl dieser gibt, die unterschiedliche Zielgruppen bedienen (z. B. Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube, TiKTok etc.).


3.4 Video–Plattformen
Perfekt zum Thema Kochshows. Videos ziehen immer mehr Personen an als Standbilder. Diese Variante ist jedoch selbstverständlich die aufwendigste.

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